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Geschichte

In der Gegend Herzhausens gibt es Zeugen früher Besiedlung: Mehrere Hügelgräber aus der Bronzezeit liegen auf den Höhen beiderseits der unteren Itter. Nordwestlich des Dorfes befinden sich noch Reste einer alten Fliehburg aus der Latènezeit, der Höckelsburg. Auf dem „Ossenbühl“, südlich der Ortschaft, wird ein alter Gerichtsplatz (Thingstätte) erwähnt.

 

Im 8. oder 9. Jahrhundert wurde nordöstlich von Herzhausen die Ehrenburg erbaut. Im Jahre 1254 wird der Ort erstmals im Inventarverzeichnis des Klosters Haina urkundlich erwähnt.

 

Im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts ließ Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt den Bergrat Brumm und dann auch den Berginspektor Ludwig Balthasar Müller bei Herzhausen an der Itter und deren Zuflüssen Marbeck und Wennebach Goldwäsche versuchen, was aber nach erheblichen Investitionen als unrentabel eingestellt wurde. (Müller fand 1709 abbauwürdiges Kupfererz bei Thalitter und begründete dann den dortigen ertragreichen Kupferbergbau.)

 

Durch den Bau der Edertalsperre zwischen 1908 und 1914 gingen 21 Gebäude und etwa 130 ha wertvolles Land verloren, wodurch sich der Rückgang der Landwirtschaft im Ort begründet

Gebietsreform (Wikipedia)

Am 1. Februar 1971 schlossen sich im Zuge der Gebietsreform in Hessen zunächst die Gemeinden Dorfitter, Thalitter und Herzhausen zur Gemeinde Ittertal zusammen. Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Ittertal kraft Landesgesetz mit Hessenstein (bestehend aus den ehemaligen Gemeinden Buchenberg, Ederbringhausen, Harbshausen, Kirchlotheim, Niederorke, Oberorke und Schmittlotheim), Marienhagen, Obernburg und Vöhl zur neuen Großgemeinde Vöhl zusammengeschlossen.[2][3]

 

Infotafel_II

 

Scheuermühle mit  Zug

Scheuermühle

Die im Ittertal oberhalb von Herzhausen gelegene Mühle wird schon 1356 erstmals urkundlich erwähnt, als Hessen und Mainz die Herrschaft Itter einnahmen und den Grafen von Waldeck für seine Unterstützung unter anderem mit der Scheuermühle entschädigten.

Seit 1383 ist die Mühle als Lehen an die Familie Wolf von Gudenberg ausgegeben. Nach deren Vertreibung fällt die Mühle 1542 wieder an die Grafen von Waldeck zurück, die sie 1590 an Landgraf Ludwig von Hessen-Marburg verkaufen. An der seit dem frühen 19. Jahrhundert in Privatbesitz befindlichen Mühle wurde 1935 das Mühlrad entfernt und durch eine Turbine ersetzt, 1965 das regelmäßige Mahlen eingestellt.

 

Zum Baubestand der Mühle gehört neben dem zweigeschossigen Fachwerkwohnhaus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine zum Hof ehemals giebelständige zweigeschossige Fachwerkscheune gleicher Bauzeit, die im frühen 20. Jahrhundert mit einem massiven, verputzten Kopfbau versehen wurde.Das Wohnhaus erhebt sich über einem hohen, verputzten Sockel und zeigt ein regelmäßiges, stockwerkweise mit leichtem Überstand verzimmertes Fachwerk, dessen doppelt verriegeltes Gefüge durch steile geschosshohe Streben an Eck- und Bundständern ausgesteift wird. Die breite Gebälkzone zwischen den Geschossen wird durch ein hohes Rähm und eine die Balkenköpfe überkämmende Schwelle gebildet.

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